KI und Cybersicherheit: Welche Versicherungsfragen sich jetzt stellen
Newsletter 2-2026
Künstliche Intelligenz verändert die Cyber-Bedrohungslage grundlegend und stellt Unternehmen wie Versicherer vor neue Herausforderungen. Was früher vor allem durch klassische Risiken wie Phishing oder Ransomware geprägt war, entwickelt sich durch KI zu einem dynamischen, schwer kalkulierbaren Risikofeld.
Für die Versicherungsbranche ergibt sich daraus eine zentrale Frage: Wie lassen sich KI-induzierte Cyberrisiken überhaupt versichern? Klassische Modelle basieren auf historischen Daten. Genau diese fehlen jedoch bei neuen KI-Risiken weitgehend. Schäden sind schwer prognostizierbar, Eintrittswahrscheinlichkeiten kaum berechenbar und systemische Risiken, etwa durch weit verbreitete KI-Plattformen, nehmen zu.
Modulare Versicherungslösungen sind gefragt – von D&O bis Haftpflicht
Bestehende Cyberversicherungen stoßen bei diesen Rahmenbedingungen an ihre Grenzen. Deckungslücken können entstehen, etwa bei KI-basierten Angriffen oder unklarer Abgrenzung zu staatlich beeinflussten Cyberereignissen. Gleichzeitig gewinnen andere Sparten an Bedeutung: D&O-Versicherungen bei fehlender KI-Governance, Vertrauensschadenversicherungen bei menschlichem Fehlerverhalten oder spezielle Haftpflichtlösungen für KI-Anwendungen.
Eine „All-in-One“-Deckung für KI-Risiken wird es jedoch nicht geben. Stattdessen sind modulare Versicherungslösungen gefragt, die individuell auf den KI-Einsatz eines Unternehmens abgestimmt sind.
Ebenso wichtig:
- klare Governance-Strukturen
- dokumentierte Risikobewertungen
- enge Abstimmung mit dem Versicherer
Für Fragen zu diesem Thema steht Ihnen unser Experte, Lukas Meingast MA MSc, gerne zur Verfügung.